Barbara Wussow
wurde am 28. März 1961 in München geboren und ist eine österreichische Schauspielerin.
Sie ist die Tochter von Klausjürgen Wussow und Ida Krottendorf. Ihr Bruder Alexander Sascha Wussow ist ebenfalls Schauspieler geworden.
Die ersten sechs Jahre wuchs Barbara Wussow in München auf, wo sie mit 4 Jahren eine Ballettschule besuchte. 1967 zogen ihre Eltern mit ihr nach Wien, da Vater Klausjürgen Wussow am Wiener Burgtheater engagiert wurde. Sie besuchte dort die katholische Volksschule "Maria Regina, der Schwestern vom armen Kinde Jesu". Nach der Volksschule besuchte sie in derselben Schule das Gymnasium und machte 1979 ihr Abitur.
Nach dem Abitur studierte sie dann Bühnen- und Kostümdesign an der Akademie der Bildenden Künste in Wien unter der Leitung von Prof. Lois Egg. Während des Studiums arbeitete Barbara Wussow als Assistentin des Bühnenbildners Günther Schneider-Siemssen.
1983 schloss sie dann ihr Studium mit dem Titel "Magistra Artis" ab. Ihre Diplomarbeit bestand aus dem Bühnenbild und den Kostümentwürfen für das Stück von Pedro Calderon de la Barca, “Dame Kobold“.
In Riverboot (Ausstrahlung Dez. 2006) äusserte sie, dass es von Vorteil ist, dass sie hier und dort bei Dreharbeiten mit ihrem Wissen als Bühnen -und Kostümdesign miteinwirken kann
Kurz darauf entschloss sie sich, Schauspielerin zu werden und nahm privaten Schauspielunterricht bei Burgschauspielerin Prof. Susi Nicoletti. Weiter studierte sie in der Wiener Privatschauspielschule "Krauss", die Barbara Wussow dann mit der offiziellen Bühnenreifeprüfung abgeschlossen hat.
Von Nina Foche besuchte sie in Los Angeles einen Acting Workshop.
Ihre schauspielerische Laufbahn begann sie 1984 an der Seite des Schauspielers Helmut Qualtinger an der Josefstadt in Wien mit der Aufführung der Theaterfassung des "Rosenkavalier". Mehrere Jahre folgten zahlreiche Rollen an der Josephstadt in Wien u.a.
"Raina" in "Helden", "Katharina Knie", sowie zahlreiche Theatertourneen mit ihr in der Hauptrolle "Monpti", "das Himmelbett" zusammen mit ihrem Ehemann Albert Fortell, die Lorbeeren des Monsieur Schütz"etc.
1985 bot ihr Wolfgang Rademann (Produzent) zunächst eine klein konzipierten Rolle als "Lernschwester Elke" in der Kultserie „Die Schwarzwaldklinik“ an, um im Fernsehen Fuß zu fassen. Sie wurde dadurch sehr bekannt und vor allem beliebt bei den Zuschauern.
Nach zwei Staffeln sollte ihre Rolle als Lernschwester Elke beendet sein und sie kehrte wieder ans Theater zurück. Jedoch nach zahlreichen Publikums- und Pressereaktionen entschieden Wolfgang Rademann und das ZDF, dass die Rolle als „Schwester Elke“ weitergeführt werden soll.
Es folgten darauf zahlreiche nationale und internationale TV Rollen wie z.B. 1989 „Blue Blood, 1989 „Keine Gondel für eine Leiche“, 1990 „Blaues Blut“ (TV Serie), 1991 „Hechte & Haie“, 1994 „Rosamunde Pilcher-Karussell des Lebens“, 1996 „Schloßhotel Orth“, 2002 „Liebe, Lüge, Leidenschaft“, 2004 „Das Traumschiff - Australien“ und 2005 „Die Schwarzwaldklinik- „Die nächste Generation“, sowie auch weitere Theaterengagements.
Seit 1983 ist Barbara Wussow mit dem Schauspieler Albert Fortell zusammen und seit 1990 verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, Sohn Nikolaus, geboren im Jahre 1998 und eine Tochter Johanna, die nach einer schwierigen und risikoreichen Schwangerschaft am 20.Juni 2005 per Kaiserschnitt zur Welt kam. Die Schwangerschaft verlief problematisch und Barbara Wussow musste mehrere Monate im Krankenhaus verbringen. Mit 4 Monaten ließen Barbara Wussow und Albert Fortell ihre Tochter Johanna in der katholischen Karmelitenkirche in Wien-Döbling taufen.
Barbara Wussow ist eine sehr gläubige Frau. "Der Glaube gibt uns Kraft und Hilfestellung für unser Leben, dies verrieten beide in einem Interview.
Für beide spielt der Glaube das ganze Jahr über eine große Rolle, nicht nur an Weihnachten. Sie versuchen, mit ihren Kindern jeden Sonntag in die Kirche zu gehen. Sie beten mit ihnen und erziehen sie im Sinne christlicher Grundwerte. Beide sind sich ihrem Eheversprechen bewusst, das sie vor Gott gegeben haben.
In „Bunte“ berichtete sie, wie sie ihren Alltag gestaltet:“ Um eine Beziehung dauerhaft am Leben zu halten, müsse man sich ständig um den anderen bemühen. "Man muss miteinander reden, miteinander lachen, auch über sich selbst. Liebesszenen vor der Kamera drehen wir nicht miteinander. Da sind wir immer zu verkrampft. Vor der Kamera gehe ich viel lieber mit anderen ins Bett als mit meinem Ehemann."
„Bodenständig bleiben“ das ist das Erfolgsgeheimnis und diese lebt sie auch.
Mit ihrer Familie lebt sie in Wien – Döbling, hat aber auch einen Zweitwohnsitz in Kalifornien.
Meist zusammen mit Ihrem Ehemann veranstaltete sie viele Literatur-Leseabende. Von der "Liebe und Erotik" bis zum "Tier" spannt sich der Themenkreis, bis hin zu Weihnachtslesungen in der Krebsnachsorgeklinik in Tannheim. Überwiegend sucht sich Barbara Wussow ihre Texte selber aus.
Barbara Wussow hat zusammen mit ihrem Bruder Sascha die Schirmherrschaft der „Kinderkrebsnachsorgeklinik in Tannheim“ (Lebenswerk von ihrem Vater Klausjürgen Wussow) übernommen.
Desweiteren unterstützt sie auch mehrere Charity-Projekte, wie z.B. das Projekt SOS Kinderdorf in Köszeg-Ungarn, die "Ärzte ohne Grenzen", die Aktion "Lebensrecht für Alle e.V.", die Aktion "Künstler helfen Künstlern".
Autor: Tanja Junginger, geändert am 24.07.2007