Der Blick auf den Kalender zeigt ganz deutlich, seit dem Fantreffen ist doch schon wieder eine Woche einfach so ins Land gezogen. Schön, dann nähert sich das Fantreffen des nächsten Jahres immerhin mit grossen Schritten. Aber auch nicht so toll, denn die wirklich schönen Dinge vergehen einfach viel zu schnell. Und es bleiben nur noch die Erinnerungen.
Na ja, und für Erinnernungen blieb dann irgendwie auch nicht wirklich die Zeit. Denn wir waren alle noch nicht ganz zu Hause angekommen, da fanden wir uns bereits in der Zeitung wieder. Unter dem Titel „ Anhänger der Schwarzwaldklinik fordern eine Neuauflage der Serie „ gingen wir dann einmal quer durch die gesamte Republik. Auch vor den Grenzen nach Österreich, in die Schweiz und nach Frankreich machte diese Schlagzeile keinen Halt. Kommentar des Produzenten Wolfgang Rademann:" Ich sitze lieber unter Palmen, als unter Tannen".
Auf Ihr Wort, Herr Rademann, Palmen und Sand können wir Ihnen auch problemlos in den Schwarzwald liefern. Das machen wir doch mit dem grössten Vergnügen.
Aber auch damit noch nicht genug. Die nächste Schlagzeile folgte dann sofort. Gemälde von Klausjürgen Wussow waren der Bild-Zeitung an zwei Tagen der letzten Woche einen Artikel wert. Spekulationen über ein Aktgemälde ohne Kopf sorgten für Aufsehen und erregten sicherlich das ein oder andere Gemüt. Für mich einfach nur wunderschöne Bilder.
Schliesse Dich dem Fanclub der Schwarzwaldklinik an und Dein Leben wird nicht mehr langweilig sein.
Ich weiß, wovon ich hier rede. Dabei stand bei mir doch die Teilnahme am Fantreffen bis Donnerstagabend auf ziemlich wackeligen Beinen. Bedingt durch kurzfristige Termine wusste ich wirklich nicht, ob ich mir dieses Wochenende Freizeit erlauben konnte.
Aber ich habe es dann schließlich doch gemacht. Und ich hätte mich ohne Ende geärgert, hätte ich mich Freitagmittag nicht auf den Weg in den Schwarzwald begeben. Anreise mit der Deutschen Bahn bis zum Bahnhof Seebrugg. Eine wirklich schöne Fahrt, vor allem die Strecke ab Freiburg mit dem Regionalzug. Landschaftlich sehr reizvoll, abwechslungsreich und irgendwie beeindruckend. Und die ersten Berühungspunkte mit der Schwarzwaldklinik liessen dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Titisee, Schluchsee, Bahnhof Feldberg-Bärental und das Heimatmuseum Hüsli in Grafenhausen. Bei dem wir uns am Freitagabend dann noch getroffen haben.
Da habe ich dann endgültig realisiert, ich befinde mich auf den Spuren von Professor Brinkmann. Ganz langsam bin ich einmal um das Hüsli herum gegangen und habe diese Kulisse auf mich wirken lassen. In Gedanken die Bilder der Serie, das war schon beeindruckend.
Dieses Gefühl habe ich dann über das gesamte Fantreffen hinweg beibehalten. Denn am nächsten Tag haben wir uns am Hüsli „ häuslich „ eingerichtet. Wenn uns auch das Wetter nicht so hold gestimmt war, dies hat dem Tag keinen Abbruch getan.
Ein für mich bleibender Moment dieses Tages war das persönliche Kennenlernen von Herrn Wehrle, dem Leiter der Kinderkrebsnachsorgeklinik Tannheim. Der Klausjürgen Wussow richtig gut gekannt hat und auch offen und ehrlich meine Fragen beantwortet hat. Dafür danke ich ihm an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich. Und die Klinik Tannheim wird in Zukunft ein Projekt sein, für das ich mich vorbehaltslos einsetzen werde.
Sehr schön war auch die Führung von Herrn Hofmeier durch das Hüsli. Die gewürzt war mit den verschiedensten Begebenheiten, die damals bei den Dreharbeiten eben so passiert sind. Auch an Herrn Hofmeier und seine Frau an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank für alles, was sie uns an diesem Samstag ermöglicht haben.
Doch damit all der Emotionen noch nicht genug. Denn als hätte man es gewusst, am nächsten Tag hatten wir tatsächlich die Gelegenheit, das Gebäude der Schwarzwaldklinik im Glottertal auch von Innen zu besichtigen. Ein echtes Erlebnis. Das Kaminzimmer, in dem für das Special 2005 die Szene der Ansprache vor den Mitarbeitern gedreht wurde, ein echter Hingucker. Herrliche Stuckverzierungen und das gesamte Flair, einfach nur toll. Überhaupt hat mir persönlich das Gebäude super gut gefallen. In Natura noch viel eindrucksvoller als in der Serie. Bleibt wirklich zu hoffen, das dieses Gebäude und der schöne Park der Nachwelt noch lange erhalten bleiben.
Der abschließende Besuch im Cafe Schill hat dann das Programm endgültig abgerundet. Hier viele tolle Fotografien aus damaliger Zeit und natürlich auch aus dem Jahr 2005.
Ihnen Herr Schill, vielen Dank, das auch Sie die Erinnerung an diese Serie und diese Zeit aufrecht halten.
Bevor ich jetzt in Gedanken noch einmal die Rückreise von Freiburg nach Frankfurt am Main antrete, geht mein ganz besonderer Dank an Dich, meine liebe Tanja. Denn ohne Dich, ohne Deine teilweise stille und dann auch wieder „ laute „ Arbeit im Hintergrund, Deine persönlichen Kontakte und so vieles andere mehr, hätte dieses Fantreffen so sicherlich nicht stattfinden können.
Für mich war es ein rundum gelungenes Wochenende und ich freue mich schon sehr auf unser Fantreffen im nächsten Jahr. Und auf die vielen Aktivitäten, die in der Zwischenzeit bestimmt noch stattfinden werden. Denn Langeweile, was ist das ????????
(Autor: Petra Brodde am 16. Juni 2008)