In den Räumen der Sparda-Bank Baden Württemberg eG in Stuttgart fand am 21. Oktober 2008 die Verleihung des „Deutschen Nachsorgepreises„ und des „Deutschen Medienpreises" statt.
Auf Einladung von Herrn Wehrle (Stiftungsvorstand) haben Tanja und Harald für unseren Fanclub an dieser Abendveranstaltung teilgenommen.
Der „Deutsche Nachsorgepreis„ ist mit EUR 10.000 dotiert und wird jährlich durch die Kinderkrebsnachsorgeklinik Tannheim vergeben. Für die Preisverleihung kommen u.a. wissenschaftliche und praktische zukunftsweisende Arbeiten der stationären und ambulanten familienorientierten Nachsorge in Betracht. Aber auch der Betreuung von krebs-, herz,- mukoviszidose und anderen schwerst chronisch kranken Kindern sowie deren Familien.
In diesem Jahr wurde dieser Preis an zwei bemerkenswerte Projekte vergeben:
- an das Waldpiraten-Camp der Deutschen Kinderkrebsstifung und
- an die Arbeitsgruppe Leitlinien PSAPOH in der Gesellschaft für pädiatrische
Onkologie und Hämatologie.
Das Waldpiraten-Camp der Deutschen Kinderkrebsstiftung ist eine im deutschen Raum einmalige Freizeiteinrichtung in der Nähe von Heidelberg.
Das Camp wurde 2003 eröffnet und ist seither ständig ausgebucht. Es bietet für die jungen Teilnehmer alles, damit diese sich von ihrer schweren Krankheit, natürlich unter Anleitung geschulter Betreuer, erholen können. Darüber hinaus finden dort zahlreiche Wochenendveranstaltungen statt. Die u.a. dem regen Austausch von neuen medizinischen Erkenntnissen dienen.
Der zweite Preisträger, die Arbeitsgruppe Leitlinien PSAPOH, erstellte federführend im Rahmen der Qualitätssicherungsmaßnahmen im Gesundheitswesen die Leitlinie zur Psychosozialen Versorgung in der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie. Diese Leitlinie dient der Erstellung von Qualitätsstandards sowie der Gewährleistung von psychosozialer Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher sowie deren Familien.
Der „ Deutsche Medienpreis 2008 " wurde an das Südkurier Medienhaus in Konstanz verliehen.
Die Stiftung ist auf eine qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit angewiesen. Nur so kann sie die erforderliche wirksame Hilfe leisten. Im Jahr 1993 hat sich die Chefredaktion des Südkuriers in einem mutigen Schritt dazu entschlossen, die Deutsche Kinderkrebsnachsorge bei der Verwirklichung des Projektes „ Nachsorgeklinik Tannheim " zu unterstützen. Es mussten schon damals 15 bis 20 Millionen DM an Spendengeldern gesammelt werden.
In den letzten 15 Jahren kamen insgesamt mehr als 2,5 Millionen EUR an Spenden zusammen. Ein seit nunmehr 15 Jahren andauerndes besonderes Engagement sowie eine hervorragende journalistische Begleitung zeichnen diese gemeinsame Zusammenarbeit aus.
Des Weiteren wurde in der Sparda-Bank eine Bilderserie einzelner Patienten ausgestellt.
Ziel dieser Ausstellung ist es, die Arbeit der Klinik sowie die Aktivitäten der „Deutschen Kinderkrebsnachsorge“ einer breiten Öffentlichkeit noch bekannter zu machen.
„Helden kämpfen bis zum Schluss“ zeigt Portraits von Spielern der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Die jungen Künstler erfahren im Kampf um ihre Gesundheit oder ihr Leben und werden in besonderer Weise von diesen Helden bewegt. Die Kinder identifizieren sich mit der Kraft und Fähigkeit dieser Spieler, gerade in Bedrängnis zu kämpfen.
„Angesichts des Todes“ ist eine Bilderserie von verwaisten Familien. Nicht jede Familie siegt im Ringen um das Leben des erkrankten Kindes. Eine Familie, die ihr Kind verlor, nahm an dieser Veranstaltung teil.
In Tannheim haben diese Familien die Möglichkeit, den Verlust zu verarbeiten und in der Kunsttherapie ihrer Trauer einen nonverbalen Ausdruck zu verleihen. Auf diese Weise wieder handlungsfähig zu werden, ist heilsam.
„Der Stoff aus dem Träume sind“ wurden sechs - vierzehnjährige Künstler auf eine Reise zu einem besonderen Ort (an denen es ihnen gut geht) geschickt. Sie lagen dabei auf dem Stoff, der später bemalt wurde. Waren sie an ihrem Ort angekommen, an dem sie sich wohl fühlten, wurden die Umrisse ihres Körpers auf den Stoff übertragen. Bedeutsam war hier ihr Traum, das erleben von Wohlbefinden und welche Farbigkeit dies stimmig repräsentiert.
„Köpfe“
Diese sind aus Gasbetonstein von jungen Erwachsenen gestaltet. Die Nachsorgeklinik bietet auch Rehamaßnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene an. Durch eine Gruppe mit Gleichaltrigen in ähnlicher Lebenssituation können Integration, eine tragfähige Zukunftsperspektive und positives Selbsterleben gestärkt werden. Die Köpfe spiegeln eine gelungene Auseinandersetzung mit ihrem kritischen Selbstbild wieder.
„Reittherapie“ ist eine Bilderserie mit Ton - und Drahtarbeiten.
Diese sind Gemeinschaftswerke von 10 Kindern. In ihnen kommen vielfältige Erfahrungen mit und auf den Pferden zum Ausdruck. Die Kinder erleben Pferde als starke und sensible Gefährten. Sie erleben das Getragen werden und können/dürfen den Pferden Zuneigung und Pflege entgegen bringen. Die Reittherapie ist für viele Kinder ein bedeutsames Therapieangebot.
Seit dem 19.09.2008 kann die Reittherapie witterungsunabhängig in der neu gebauten Reithalle stattfinden. Die Sparda-Bank Stuttgart hat dies mit einer Spende über 50.000 Euro maßgeblich ermöglicht.
Die Ausstellung der einzelnen aussagekräftigen Bilder kann vom 21.10.2008 bis 20.11.2008 in der Sparda-Bank Stuttgart besucht werden.
Bilder sagen oft mehr als irgendwelche Worte!
Ein rundum informativer, interessanter und vielseitiger Abend, an dem Harald und ich vor Ort teilhaben durften.
Mein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an Roland Wehrle. Zunächst für die herzliche Einladung. Aber auch dafür, das er für unseren Fanclub und ebenso für mich ganz persönlich immer ein offenes Ohr hat. Sich die Anliegen anhört und immer für eine absolut vertrauensvolle Zusammenarbeit Sorge trägt. Dies ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich.
Mein weiterer Dank geht an Frau Annette Kraft. Für den freundlichen und netten Empfang vor Ort.
Mehr Informationen/ Kontakt zur Nachsorgeklinik Tannheim, sowie der „Deutschen Kinderkrebsnachsorgeklinik“ finden sie hier:
www.tannheim.de
www.kinderkrebsnachsorge.de