Karin Hardt

Die Tochter eines Hamburger Kaufmanns wurde am 28.April 1910 in Hamburg geboren.

Nach einem Lyzeum Schauspielunterricht in ihrer Heimatstadt, hatte sie Engagements am Theater Rheydt und in Mönchengladbach.

Ihr erster Film war „Acht Mädels im Boot“ 1932, darauf folgten eine Vielzahl von Filmen in den 30er Jahren, unter anderem „Abel mit der Mundharmonika“, „An heiligen Wassern“ und „Die blonde Christel“ 1933 und „Hermine und die 7 Aufrechten“ 1935.

1933 heiratete sie ihren Entdecker, den Regisseur Erich Waschnek, mit ihm auch ihre besten Filme entstanden.

In den 30er Jahren verkörperte sie den ungeschminkten Backfisch, der sich das Glück auf mädchenhafte Weise angelte.

Durch entwaffnende Natürlichkeit konnte sie, ihre manchmal überstrapazierte naive Sentimentalität und Versponnenheit ihrer Charaktere, ausgleichen.

Auch in den 40er Jahren ist sie viel beschäftigt, so in „Via Mala“ als Tochter von Carl Wery, „Das Hochzeitshotel“ 1944 oder „Schicksal am Strom“ 1944.

Im deutschen Nachkriegsfilm blieb sie zunächst eine gefragte Darstellerin auf der Leinwand.

Erich Waschnek übertrug ihr beispielsweise die Hauptrolle in „Danke es geht mir gut“ 1948 und 1949 stand sie unter der Regie von Gerhard Lamprecht für „Madonna in Ketten“ vor der Kamera.

In Hamburg, Aachen und Köln spielte sie nach dem zweiten Weltkrieg wieder Theater und von 1961-64 am Berliner „Theater des Westens“ in „My Fair Lady“, daneben konnte man Karin Hardt in Zahlreichen Fernsehserien ( z. B. „Forellenhof“) und Filmen ( z. B. „Till, der Junge von nebenan“ 1967, „Schöner Gigolo, armer Gigolo“ 1979, „Preussenkorso Nr. 17 1974, „War was, Ricky?“ 1984) bewundern.

Unvergessen ist ihre Rolle als Haushälterin „Käthi“ in 23 Teilen der Erfolgsserie „Die Schwarzwaldklinik“ von 1985-86.

„Sie war die gute Seele im Hause des Professor Brinkmanns“ und lies auch keinen Kommentar aus.

1991 stand sie als Mary Smith neben Inge Meysel in der Titelrolle, in der Komödie „Mrs. Harris und der Heiratsschwindler“ zum letzten Mal vor der Kamera.Sie erhielt das Filmband in Gold.
Nach der Scheidung von ihrem zweiten Mann Rolf von Goth lebte sie in Berlin.
Am 05.März 1992 starb Karin Hardt im Alter von 82 Jahren in Hamburg.

 

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