Gaby Dohm (Gabriele Helena Anna Dohm)
wurde am 23.9.1943 in Salzburg als Tochter des berühmten Schauspielerehepaars Will Dohm und Heli Finkenzeller geboren.
Im Jahre 1948 starb Will Dohm. Daraufhin ging Heli Finkenzeller mit ihren Kindern Gaby und Michael nach Berlin. Gaby Dohm lebte dort von ihrem 7. bis zum 18. Lebensjahr und bewohnten dort ein Haus in Charlottenburg, nähe Heerstrasse.
Sie besuchte dort die private Herz-Jesu-Schule und die Waldschule.
Noch heute treffe sie Freundinnen aus ihrer Schulzeit, die Verbindung ist über die Jahrzehnte geblieben und überhaupt sie ist heute auch sehr oft privat in Berlin, äusserte sie sich gegenüber der Welt.
Obwohl Gaby Dohms Mutter „Heli Finkenzeller“ eine bekannte Schauspielerin war, hatte sie eine ganz normale Kindheit, da es damals Mitte der 50-er und 60-er noch keine Promi-Knipser gab, die auf private Schnappschüsse lauerten. Zu dieser Zeit waren „Paparazzis“ im bürgerlichen Westen noch ein Fremdwort.
„Ja es waren sehr unbeschwerte Jahre in Berlin, äusserte sich Frau Dohm gegenüber der Welt.
Anschliessend startete die Schauspielerin eine erfolgreiche Bühnenkarriere. Als Höhepunkt nennt Gaby Dohm ihre Zeit am Münchner Residenztheater, Anfang der 80- Jahre unter der Leitung von Ingmar Bergmann.
Gaby Dohm zeigte alle Facetten ihres Könnens und für die Hauptrolle in „Tartuffe“ oder „Szenen einer Ehe“ erntete sie grandiose Kritiken und wurde 1982 als beste Schauspielerin Münchens des Jahres geehrt.
Für ihre Darstellung der „Yvonne, Prinzessin von Burgund“ erhielt sie sogar mehrere Auszeichnungen.
Denn Höhepunkt ihrer Popularität erreichte sie mit der „Schwarzwaldklinik“ ab 1985. Für ein Millionenpublikum wurde sie damit die nette Schwester Christa, später Fr. Dr. Brinkmann.
Ungläubig aber auch manchmal genervt musste sie erleben, mehr mit Ihrem Rollennamen, als mit ihrem eigenen angesprochen zu werden, obwohl sie auch gegenüber der Welt geäussert hat, das sie stolz über diesen Erfolg sei.
„Von der Neuauflage habe ich zuerst aus der Presse erfahren und dachte, es sei eine Zeitungsente“, erzählte sie Johannes B. Kerner im April.
„An die alten „Schwarzwaldklinik-Zeiten habe ich nur bester Erinnerungen“, freute sie sich auf das Wiedersehen.
Gaby Dohm ist bis heute ausgesprochen populär und viel beschäftigt.
„Sie sieht unverschämt gesund und zufrieden aus“ attestierte ihr die „Bunte“ anlässlich eines Interviews kurz nach ihrem 60. Geburtstag.
Dort verriet sie, dass Jogging und Gymnastik ihre „Fitmacher“ seien, aber auch: „Ich liebe Süßes!“.
Seid dem Ende der Schwarzwaldklinik 1985 war Gaby Dohm in vielen Fernsehserien vertreten.Mit „Duett im Zwielicht“ kehrte Gaby Dohm nach zehnjähriger Abstinenz auch auf die Theaterbühne zurück- mit großem Erfolg.
2002 gab es ein Wiedersehen mit Klausjürgen Wussow beim Dreh für die ARD-Serie „Klinik unter Palmen“. Darin spielten sie ein zweites Mal im Film ein Liebespaar, privat fehlt allerdings der enge Draht von früher.
Unter der Regie ihrer Freundin Margarethe von Trotta stand Gaby Dohm 2003 im Kinofilm „Rosenstraße“ neben Katja Riemann, Maria Schrader und Jürgen Vogel vor der Kamera.
Mit von Trotta teilt Gaby Dohm auch die Leidenschaft für Musik, Theater, Kunst und gutes Essen. Kochen gehört ebenso zu ihren Hobbys.
Mit Gila von Weiterhausen und Ruth Maria Kubitschek stand sie in der Komödie „Drei teuflisch starke Frauen“ vor der Kamera, was im Jahre 2005 ausgestrahlt wurde.
Kurz darauf drehte Gaby Dohm „Vier Frauen und ein Todesfall“, sowie den Zweiteiler „Die Sturmflut“ was ebenfalls im Jahre 2005 zu sehen war.
In Alfred Bioleks Fernsehküche verriet sie, dass sie auch vor komplizierten Sachen, wie z.B. der russischen Küche, nicht scheue.
Skandinavische Gerichte mag die Schauspielerin besonders gerne: „Das habe ich aus meiner Zeit am Theater, als ich noch mit Ingmar Bergman gearbeitet habe.“
Für ihre schauspielerischen Leistungen wurde Gaby Dohm mit zahlreichen Fernsehpreisen, Bambi, Goldene Kamera und den italienischen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Aus der Ehe mit Kameramann und Dokumentarfilmer Adalbert Plica hat Gaby Dohm einen Sohn, Julian Plica ( 26), der heute in Berlin lebt.
Seit 1994 ist sie mit dem Regisseur Peter Deutsch liiert.
Gern hätte sie Enkelkinder. „Das stelle ich mir unheimlich schön vor.
Man darf verwöhnen und muss nicht erziehen“, sagte sie im Januar 2003 der Münchner „Abendzeitung“.
Dass ihr Kinder am Herzen liegen, zeigt auch ihr soziales Engagement.
2003 hat die 60-jährige die Schirmherrschaft für den Verein „Der kleine Nazareno e.V.“ übernommen, der sich um Straßenkinder in Brasilien kümmert.
Autor: Tanja Junginger