Anja Kruse 1987

Anja Kruse wurde am 05.August 1956 in Essen geboren. Schon sehr früh wusste sie, dass sie Schauspielerin werden möchte. Als 15-jährige hatte sie bereits Auftritte mit einer Laienspielgruppe.
Sie studierte dann an der Folkwangschule in Essen Schauspiel und Gesang und verfolgte erstmals ihre Bühnenkarriere. Bis 1980 spielte sie an den Städtischen Bühnen in Münster und bis 1983 im Thalia Theater in Hamburg. 1984 spielte sie im Berliner Theater des Westens.

Sie spielte klassische Rollen wie die Viola in Shakespeares Komödie “Was ihr wollt“ und die Nora im gleichnamigen  Drama von Ibsen. Sie übernahm aber auch Rollen in modernen Stücken wie in Joshua Sobals Drama: „Die Palästinenserin“.Ihre Liebe zum Musical zeigte Anja Kruse  unter anderem als Blumenmädchen Eliza in „My fair Lady“ oder in „Ich steig aus und mach eine eigene Show.Sie erhielt 1982  den Förderpreis Chanson/Musical der  Stadt Berlin.1981 entdeckte  das Fernsehen Anja Kruse. In dem ZDF-Mehrteiler. „Die schöne Wilhelmine“ machte sie zum Publikumsliebling.

Die vielseitige, attraktive Schauspielerin nahm häufig romantische Rollen an, wie z.B. „Forsthaus Falkenau“, spielte sie die Ehefrau von Förster Martin Rombach (Christian Wolff),bis sie bei einem tragischen Reitunfall ums Leben kommt. Oder  „Das Traumschiff“ und „Die Schwarzwaldklinik.In der Schwarzwaldklinik spielt sie die Rolle der Claudia Schubert und  kommt als Kindermädchen für Angie in den Haushalt von Dr.Gessner und Udo Brinkmann. Nachdem die Ehe zwischen den beiden allmählich in die Brüche geht,  bannt sich zwischenzeitlich mehr als nur Freundschaft zwischen den beiden an. Schliesslich kommt sie mit Udo Brinkmann zusammen. Sie erkrankt kurze Zeit später  an Leukämie, was durch einen hartnäckigen Infekt entdeckt wurde. Die Hoffnung ist  gering und in der Folge stirbt sie an den Folgen dieser Krankheit.

Bei den Dreharbeiten  zum Abenteuer-Thriller "Blutige Smaragde" lernte sie 1989 ihren späteren Ehemann, den französischen Regisseur Jean-Louis Daniel kennen und sie  änderte radikal ihr schauspielerisches Image. Seitdem spielt die Wahl-Pariserin vielfach die Femme fatale oder das Biest wie in "Durst nach Rache" und "Thelma" und tritt auch in internationalen Koproduktionen auf wie "Prinzessin Alisea" und unter der Regie ihres Mannes in "Désires fatales" und "Gunblast Vodka".

Seit vielen Jahren ist Anja Kruse bekennende Buddhistin.

Auszeichnungen:
1982 Förderpreis Chanson/ Musical
1984 „Die goldene Kamera“ als beste Nachwuchsschauspielerin

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