Nach einer angenehmen Fahrt wieder einmal in den Schwarzwald, fuhren wir erstmals an unserer Pension vorbei, weil sie nicht im Ort, sondern davor war, was uns ein Tankwart erklärte und meinte, dass wir nicht die einzigen seien, die diese Pension im Ort gesucht haben.Ein kleiner Umweg, aber wir kamen auch an unser Ziel.
Gegen 14 Uhr trafen wir in Tannheim ein und wurden freundlichst auf einen Parkplatz eingewiesen. Unser erster Gang ging wie besprochen zum Informationszelt und eine Mitarbeiterin brachte uns zu Herrn Wehrle, der uns herzlich begrüsste und sich sehr freute, dass wir zu diesem besonderen Anlass nach Tannheim gekommen sind, um das Lebenswerk von Klausjürgen Wussow mit zu feiern. Es entstanden während der 2 Tage immer wieder kurze und intensive Gespräche und wurden von allen Seiten integriert, was uns sehr freute.
Für gute Stimmung sorgte während des Samstages einige Jugend-Bands, die ihr bestes gaben. Eine Ehrung fand im Anschluss statt.
Wir schauten uns während des Nachmittags die Klinik an, die sehr warm, herzlich und einladend auf uns wirkte. Auf einer Seite beeindruckte uns diese Klinik sehr, auf der anderen Seite stimmte es uns auch traurig, unter welchen Umständen Kindern mit ihren Familien ihre Zeit hier verbringen.
In jeder Abteilung sind Fotos von Kindern und deren Familien aufgehängt und in welchem Jahr sie in Tannheim waren. Auf diesen Fotos sieht bei den Kindern und Familien, dass sie sich in Tannheim wohl gefühlt haben, trotz allem Leid, dass sie durchmachen mussten. Die Klinik und die Mitarbeiter strahlen sehr viel Wärme, Liebe und Offenheit aus, auch wir haben uns während der 2 Tage sehr wohl gefühlt.
Am späten Nachmittag stellte uns Christiane Bachschmidt, bekannt aus der Tv-Serie „Die Fallers“ als Kati, ihre neue CD: „In meiner Sprache“ vor. Mit ihrer sensiblen, beeindruckenden und aussagekräftigen Ausstrahlung fesselte sie ihr Publikum.
Wir hatten mehrmals die Gelegenheit mit ihr ins Gespräch zu kommen, was uns sehr bereichert hat und wir über diese Begegnungen sehr dankbar sind.
Während des gesamten Abends sorgten verschiedene Bands für gute Stimmung u.a. „Quincy“ Rock ’n’ Roll vom Feinsten.
Leider meinte es das Wetter nicht immer gut und ein grosser Regenschauer drängte die Menschen unter die Schirme, was die Stimmung jedoch keinesfalls trübte, obwohl es streckenweise sehr unangenehm war.
Kurz vor 23 Uhr Uhr kündigte Herr Wehrle das Feuerwerk an und bat die Gäste in Richtung Burg zu gehen (auf einem Hügel steht eine kleine Burg). Es war ein gigantisches Feuerwerk, begleitet mit barocker Musik. Sogar eine 10 war im Feuerwerk mit integriert.
In diesem Moment dachten wir an Klausjürgen Wussow und wie stolz er wäre, wenn er dass alles miterleben könnte.
Gegen 24 Uhr gingen wir dann in Richtung Pension und wollten in der Gaststätte noch eine Kleinigkeit trinken, um den Tag ausklingen zu lassen. Die Gaststätte war schon am aufräumen und wies uns an einen Tisch, an dem schon ein Mann saß, der einige Bier zuviel hatte. Auf einer Seite war es sehr interessant wie er uns so einschätzte und was er so erzählte. Jedenfalls mit dem gemütlichen Ausklingen war dann leider nichts, so wie wir uns das vorgestellt hatten.
Am Sonntagmorgen fuhren wir nach einem sehr guten Frühstück frisch gestärkt nach Tannheim. Ziemlich zeitgleich trafen auch Tanja und Barbara aus der Schweiz ein und liefen uns schon entgegen. Es war eine sehr herzliche Begrüssung und wir freuten uns, dass wir uns endlich kennenlernen.
Bis zu Nachmittag erlebten wir so einiges zusammen, unter anderem sorgte ich dafür, dass Tanja und Frau Bachschmidt zusammen auf ein Foto kamen.
Am Morgen fand die Einweihung des neuen Anbaues mit den verschiedenen Fitnessgeräten statt. Einige Ehrengäste hielten eine Ansprache, wie z.B. die Bürgermeisterin, der Landrat von Villingen-Schwenningen und einige Mitglieder der Nachsorgeklinik.
Herr Wehrle würdigte Klausjürgen Wussow in seiner Ansprache, dass es ohne ihn diese Klinik nicht geben würde! Er teilte auch in diesem Augenblick mit, dass der SWK-Fanclub anwesend ist und einige Augen fielen auf uns. Der Landrat der etwas weiter weg von mir stand kam auf mich zu und begrüsste mich mit Handschlag, da ich ihm wohl über die Unterschriftenaktion bekannt bin?!
Nach der Einweihung und einem gemütlichen Untrunk gingen wir in Richtung Bühne, wo wieder volles Programm geboten war, u.a. ein Zauberer, diverse Ansprachen und der Musikverein sorgte zwischendrin für gute Stimmung.
Mit vorheriger Absprache mit mir (Tanja) hielt Herr Wehrle eine erneute Ansprache: „Ohne Klausjürgen Wussow würde ich heute hier nicht stehen“. Er sprach sehr würdigende Worte und erzählte kurz aus seinem Leben, kurz von der Trauerfeier und begrüsste den Fanclub und bat mich zugleich auf die Bühne.
Herr Wehrle stellte mir einige allgemeine Fragen zum Fanclub u.a. was denn der grösste Wunsch des Fanclubs wäre?
So konnte ich auch von der Unterschriftenaktion berichten, dass wir uns wünschen, dass es mit der „Nächsten Generation“ mit Sascha Wussow weitergeht. Ich sprach noch einige Worte für Klausjürgen Wussow und dass wir uns sehr freuen, dass seine Kinder Barbara und Sascha sein Lebenswerk fortführen und wir alles als Fanclub tun, damit Klausjürgen Wussow nicht in Vergessenheit gerät.
Roland Wehrle: Davon bin ich jetzt überzeugt, dass Klausjürgen Wussow durch den Fanclub nicht in Vergessenheit gerät!“ Er bedankte sich für die Zusammenarbeit und das Engagement von mir und wünschte mir alles Gute.
Danach gingen wir alle zusammen in die Klinik, da Barbara und Tanja sie noch nicht angeschaut haben. Die Zeit verging im Fluge und bald darauf mussten wir schon wieder Abschied nehmen, was uns sichtlich schwer fiel, weil wir wussten, dass wir uns länger nicht mehr sehen werden.
In der Zwischenzeit traf UEFA-Vizepräsident Gerhard Maier-Vorfelder in Tannheim ein und Armin konnte es gar nicht fassen, dass er ihn einmal live sieht. Ehrlich gesagt hätte ich ihn vermutlich nicht erkannt, auch wenn er neben mir gestanden wäre.
Kurze Zeit später gab er ein Tv-Interview und hielt einen Scheck in Höhe von 5000 Euro in der Hand, den er später auf der Bühne an die Nachsorgeklinik überreichte.
Zwei weitere Höhepunkte der Veranstaltung waren die Würdigung der Klinik Tannheim durch Christoph Mrasek von der Deutschen Bank und Emanuel von Bodmann von der "FC Deutschland GmbH", denn der 29. Juli war zugleich der deutschlandweite Tag der Nachsorgeklinik als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen".
Die Sparda-Bank hatte dann noch eine Steigerung parat: Sie kündigte an, zusammen mit der SWR-Aktion "Herzenssache" der Nachsorgeklinik Tannheim eine Reithalle zu sponsern. Für die Tannheim-Patienten geht damit ein großer Wunsch in Erfüllung, wie Geschäftsführer Roland Wehrle unterstrich.
Am späten Nachmittag stellte Christiane Bachschmidt erneut ihre CD vor und wir waren noch begeisterter wie am Tag davor, weil sie wieder sehr ergreifend ihre Lieder sang und erneut ihr Publikum fesselte.
Die Zeit verging leider viel zu schnell und wir mussten uns langsam aber sicher auf den Heimweg machen, da wir noch eine Strecke nach Ulm zu fahren hatten und Armin zurück nach Hessen musste.
Jedenfalls eines ist ganz klar, dass war nicht unser letzter Besuch und wir werden auf jeden Fall als Fanclub die Nachsorgeklinik mit Spenden (soweit es uns möglich ist) unterstützen, sowie als Mitglied beitreten, um diese grossartige Klinik und ihre Therapieansätze zu unterstützen, sowie die weitere Zusammenarbeit pflegen.
Über die Geschichte der Nachsorgeklinik Tannheim gibt es auch eine Sonderbeilage. Für den Fanclub durften wir einige Exemplare mitnehmen. Zum anderen gibt es ca.4 x im Jahr eine Zeitschrift der Kinderkrebsnachsorgeklinik. Auch hier habe ich einige Exemplare zur Verfügung gestellt bekommen. Bei Interesse einfach unter dem Kontaktformular melden.
Eine weitere Berichterstattung von Tannheim unter:
www.tannheim.de/index2.php?menue=jubilaeum&var=jubilaeum
Autor: Tanja Junginger