Zeitungsbericht Badische Zeitung vom 21.07.2004

Helios-Krankenhaus
Helios-Krankenhaus

„Schwarzwaldklinik“ heilt wieder
„Helios“-Krankenhaus in Neustadt wird im August an acht Drehtagen Schauplatz für neuen Film mit den Stars der Fernsehserie
„Das ist natürlich eine schöne Sache für uns“, freuen sich Karin Gräppi, die Verwaltungschefin der Klinik, und Monika Müller, die im Sekretariat auch für das Marketing des Hauses zuständig ist. Der Schulterschluss mit den Fernsehleuten wird gewiss einen werblichen Nutzen bringen, denn der Boulevard steht schon in den Startlöchern.
Monika Müller fällt eine besondere Rolle zu: Sie wechselt sozusagen ins Filmgeschäft, vorübergehend und kümmert sich um dieOrganisation derDreharbeiten, soweit es die Aufgaben der Helios-Klinik an der Zusammenarbeit betrifft. „Einen Riesenaufwand“ hat sie schon festgestellt.
Die Produktionsgesellschaft Polyphon kam auf die Helios-Klinik zu und prüfte das Haus auf seine Eignung hin. Zwei Konkurrenten gab es wohl, die aber das Nachsehen hatten. Perfekt ist die Partnerschaft seit gut einer Woche. Die Krankenhausszenen der alten Fernsehserie wurden noch in Studios gedreht, dieses Mal sollte es eine echte Klinik sein. Das hat auch etwas mit gestiegenen Ansprüchen zu tun,wie im Gespräch mit GüntherGütersloh deutlich wird.Gütersloh ist bei Polyphon für Organisation und Abläufe zuständig, in Sachen „Schwarzwaldklinik“ ein Mann der ersten Stunde,war mehrfach für Vorgespräche in Neustadt und als Quartiermacher in Titisee: Das Maritim- und Treschers Schwarzwaldhotel werden die 20 Hauptdarsteller und das 30-köpfige Filmteamfast den ganzen August über beherbergen. Die Bereitschaft zum Mitmachen hing für die Helios-Klinik in erster Linie davon ab,wie sich der Krankenhausbetrieb und die Filmarbeiten unter einen Hut bringen lassen. „Die Patienten gehen natürlich vor“, betont Gräppi.
So werden Produzent Wolfgang Rademann und Regisseur Hans-Jürgen Tögel zwar über die zur Zeit nicht genutzte Station acht (mit Feldbergblick) und den nur gelegentlich benötigten dritten Operationssaal verfügen können. Die acht Drehtage zwischen 2. und 22. August werden aber auf die betriebsschwachen Zeiten von Freitagabend bis übers Wochenende gelegt.Wie dasDrehbuch aussieht, ist noch ein Geheimnis. „Es ändert sich, glaube ich, täglich“, ist Müllers Eindruck.
Bekannt ist bisher nur, dass unter anderem ein ziemlich großer, ziemlich schwerer Verkehrsunfall von ziemlich vielen Ärzten versorgt werden muss. Sollte es der Zufall wollen, dass das richtige Leben ohne Rücksicht auf Wochenend-Dreharbeiten durch echte Notfälle auch den dritten OP erfordert, müssen die Filmleute abbrechen. „Natürlich“, sagt Gräppi, „das ist vereinbart“.
Damit es im Film tatsächlich so zugeht wie in einer Klinik, hat Polyphon zwei Fachleute von
Helios eingebunden: Markus Theißen, Chefarzt der Unfallchirurgie, wird als ärztlicher Berater mitwirken, und Schwester Edeltraud Trub, die OP-Leiterin, wird darauf aufpassen, dass die Abläufe stimmen und in der Ausstattung alles seine Richtigkeit hat. „Nicht dass das Röntgengerät falsch herumsteht“, merkt Gräppi an, das komme in Krankenhausserien ja immer wieder vor und so eine Blößewillman sich nicht geben.Ob das Personal für Statistenrollen benötigtwerde, sei offen. Für die eine oder andere Szene sei das nicht auszuschließen, vermutet Müller.
Sicher scheint, dass dem Personal und den Patienten interessante Wochen bevorstehen. Die Filmleute bewegen sich imHaus undwerden verpflegt - dawird sich gewiss der eine oder andere Blick auf die Stars, vielleicht auch mal Gelegenheit für die Bitte um ein Autogrammoder ein kurzes Gespräch ergeben. Da sein werden jedenfalls alle: KlausjürgenWussow, der demVernehmen nach altersbedingt jedoch nur als Professor an der Uni und „Übervater“ der Klinik wirkt, während sein Sohn Sascha Wussow das Operieren übernimmt, Gaby Dohm, Sascha Hehn, Barbara Wussow, Eva-Maria Bauer, Evelyn Hamann, Christian Kohlund, Olivia Pascal und wie sie alle heißen.
Die Helios-Klinik wird für ihre Partnerschaft neben der Werbung Mieteinnahmen mitnehmen,
die „für ein schönes Mitarbeiterfest“ reichenwerden, beugt Gräppi etwaigen allzu hoch gesteckten Erwartungen über Gagen vor.
Gütersloh, der für sich in Anspruch nimmt, dass er der Erste war, der Krankenhäuser „bedreht“ hat, lobt die Partnerschaftmit der Helios-Klinik: „Wir sind sehr froh über die Zusammenarbeit“.'
Er wird gemeinsam mit Produzent Rademann und dem Architekten vorab nach Neustadt kommen.
Er ist „sehr froh“ über die Wiederbelebung der Erfolgsserie, alles Weitere sei eine Frage der Einschaltquote. Welche Schauplätze es außer dem Hüsli und dem Glottertal noch geben wird, behält er für sich. Dass „wir dem Schwarzwald auch etwas geben“, ist für ihn ausgemachte Sache. Die Kurdirektoren werden's gerne hören.
Gerne vernommen haben viele Menschen, dass für den neuen Film auch Komparsen benötigt werden, die zum Beispiel Krankenhausbesucher mimen, wenn der Fernsehdoktor die Klinik verlässt, oder die ein Straßenbild beleben sollen. Wandersleute wurden zum Beispiel gesucht, Trachtenpaare, auch ein Mann mit „Rübezahlbart“.Kaum war die entsprechende Anzeige Samstag früh in der Badischen Zeitung erschienen, stand bei der Produktionsfirma das Telefon nicht mehr still. Viele Hundert Anrufer wollten Komparse werden. 200 haben die Chance; so viele wurden zum Casting eingeladen, das amkommendenWochenende stattfindet.

Badische Zeitung vom 21.07.2004
Dieser Bericht wurde uns mit freundlicher Genehmigung der Badischen Zeitung  zur Veröffentlichung auf unserer Homepage genehmigt. Meinen herzlichsten Dank an die Badische Zeitung.
Redakteur Peter Stellmach
www.badische-zeitung.de

www.perfect4all.de
 

powered by

www.perfect4all.de
www.perfectphoto.de/

Partner

www.freiburg-schwarzwald.de
www.badische-seiten.de
www.besucher-award.de
www.tannheim.de