Schauspielerin/Sängerin Karin Eckhold im Interview mit Fanclubleiterin Tanja Junginger

Karin Eckhold und Tanja Junginger am Hamburger Hafen April 2009

Dieses Interview unterliegt dem Copyright von„Tanja Junginger“, so wie "Karin Eckhold"!
Gesamte oder auszugsweise Verwendung, sowie das Vervielfältigen einzelner Informationen nur nach Rücksprache! Jedem Missbrauch werden wir als Fanclub nachgehen.

1.Synchronisieren Sie in nächster Zeit, bzw. haben Sie in letzter Zeit synchronisiert/Hörbücher gesprochen?

Karin Eckhold und Herbert Tennigkeit am Hamburger Hafen
Karin Eckhold und Herbert Tennigkeit am Hamburger Hafen
Karin Eckhold und Herbert Tennigkeit am Hamburger Hafen
Karin Eckhold und Tanja Junginger am Hamburger Hafen
Karin Eckhold, Herbert Tennigkeit und Tanja Junginger
Karin Eckhold und Tanja Junginger beim ratschen
Karin Eckhold, Herbert Tennigkeit und Tanja Junginger
Der Hamburger Hafen
Karin Eckhold und Harald Wöhrle
Karin Eckhold beim signieren
Karin Eckhold vor dem Synchronstudie in Hamburg (Studio Hamburg)
Karin Eckhold fleissig beim Fragen beantworten

Karin Eckhold: Ich synchronisiere und es ist so, dass wir die Titel natürlich nie erfahren, weil wir immer Arbeitstitel haben. Ich habe gerade eine Kurzkrimi und eine CD gesprochen „Sherlock Holmes“ - die Hauptrolle. Also eine CD, das war kein Synchron.

2. Welche Erinnerungen haben Sie an die Dreharbeiten zur Schwarzwaldklinik?
Karin Eckhold:
Ohne es jetzt zu beschönigen, die aller aller Besten! Wir waren ein tolles Team und das hat sich auch dadurch bestätigt, dass wir nie in der Pause in die Kantine gegangen sind, sondern einer hat für alle gekocht oder irgendetwas bestellt. Ich hab z.B. mein berühmtes Zaziki gemacht mit Pellkartoffeln. Das war dann eine riesen Schüssel,  in der ich hätte die Füße baden können, so groß war die
Die wurde dann mit dem Taxi dahin geschickt und dann Pellkartoffeln haben wir an Ort und Stelle gemacht und es war total lecker. Ich weiß noch das Klausjürgen Wussow, der ja nicht kochen konnte, weil er ja im Hotel war- der hat „Weißwurst“ bestellt. Jeder hat irgendwas gemacht- wir waren immer zusammen.
Tanja: Und Evchen?
Karin Eckhold: Evchen, das weiß ich gar nicht mehr - die hat auch was bestellt - sie hat auch nichts selbst gemacht.

3. Was haben Ihre Rolle als Sekretärin „Meislein“ und Sie gemeinsam? Oder gibt es wenig bis keine Gemeinsamkeiten?
Karin Eckhold:
Es gibt schon eine Gemeinsamkeit, die ist das ich mein Studium als Sängerin (ich war ja früher Sängerin) als Sekretärin verdient hab. Ich hab mein Handelsexamen und hab als Sekretärin gearbeitet. Ja und dadurch habe ich auch Steno und Maschine gelernt und konnte das in der Serie auch ganz gut brauchen und konnte tippen.
Tanja: Gibt es gemeinsame Charakterzüge?
Karin Eckhold: Eigentlich nicht, weil sie war recht humorlos fand ich. Sie war ein Neutrum- sie hatte wohl auch keinen Mann und das deckt sich nicht mit meinem Privatleben.

4. Was war die schönste Szene die Sie gedreht haben, die Ihnen spontan einfällt?
Karin Eckhold:
Die schönste Szene die ich gedreht habe (naja hat vieles Spaß gemacht) war da als ich gekündigt hatte und der Professor Brinkmann mir einen Brief diktiert hat, indem er mich quasi bittet zu bleiben. Er diktiert mir quasi einen Brief, aber es ist die Bitte zu bleiben, das fand ich sehr schön.
Tanja: Gibt es sonst noch eine Szene, z.B. mit der Oberschwester?
Karin Eckhold: Doch schon viele.
Tanja: Mit der Oberschwester?
Karin Eckhold: Wenn wir uns gehackt haben natürlich- wir haben uns privat so geliebt und haben uns gerne gehackt. Das hat uns Spaß gemacht - hinterher haben wir uns totgelacht.

5. Hat der große Erfolg der SWK damals Ihr Leben verändert?
Karin Eckhold: Nein, mein Leben hat es nicht verändert. Aber so Äußerlichkeiten die passiert sind, so dass man auf der Strasse dauernd angesprochen wurde, das war schon witzig- das fand ich witzig. Ich hab da viele Dinge erlebt, darüber könnt ich ein Buch schreiben.

6. Werden Sie heute noch auf diese Rolle angesprochen? Wenn ja, gibt es eine nette Begegnung an die Sie sich gerne zurückerinnern?
Karin Eckhold:
Dass die Leute mich z.B. angesprochen haben: „Oh ich kenn Sie. Sie sind doch bei uns im Supermarkt Kassiererin, nich?“ Oder ich komm die Treppe hoch in Karstadt und da steht oben ein alter Mann  mit Stock und sagt: „Sagen Sie nichts – LINDENSTRASSE!“  Und ganz viel andere Sachen………
In Hamburg hielt einmal ein Bus – ältere Damen sprangen heraus und schrien alle synchron: „Meislein, Meislein“. Ich wusste gar nicht wie mir geschah.
Tanja: Wann war diese Szene?
Karin Eckhold: Das war noch in den 80-er Jahren, als wir noch drehten. Von dem Moment an als ich „Meislein“ hieß zumindest, das war nicht gleich.

7. Klausjürgen Wussow: Was verbindet Sie mit ihm? Gibt es eine Szene mit ihm zusammen an die sie sich gerne zurück erinnern? Das deckt sich zwar schon mit der oberen Frage, aber gibt es noch irgendeine Szene?
Karin Eckhold:
Ich hab mit ihm wahnsinnig gerne gearbeitet. Wir waren bis zum letzten Tag per „Sie“ als Einzige. Das haben wir richtig kultiviert: „Meislein und Sie“ - „Professor Brinkmann und Sie“. Die Szene an die ich mich mit ihm am besten erinner ist die, wo er mich eingerenkt hat in der Gardarobe. Das war nicht in der Schwarzwaldklinik, sondern in der Pause, wo ich es im Rücken hatte. Da ist er rein gekommen und hat gesagt: „Ich hab gehört sie haben Rückenprobleme, legen sie sich mal auf den Fußboden.“
Und da er im weißen Kittel war, hab ich mich wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf´n Fußboden gelegt - er hat sich über mich gekniet- er hat gerenkt mit dem Erfolg, das ich hinterher ins Krankenhaus musste und ne Spritze kriegte.
Ich hab einfach gedacht er ist Arzt- wenn du ihn gesehen hast, dachtest du einfach das ist der Arzt- das hat er so ausgestrahlt.
Die Szene, die er (Klausjürgen) immer wieder betont hat wie er kommt: „Meislein, ich kriege ein Kind“, Meislein, ich kriege ein Kind, fand er so süß und das fand ich auch so süß.

8. Was fällt Ihnen spontan zu Volker Brandt ein? Gibt es eine Szene/ Begegnung an die Sie sich gerne zurück erinnern?
Karin Eckhold:
Ich mochte ihn einfach - ich hab ja mit ihm nichts zu tun gehabt -leider. Wir waren in Folgen gleichzeitig, aber wir haben nicht wirklich was zusammen zu tun gehabt. Er ist einfach ein Schatz!

9. Was fällt Ihnen spontan zu Eva Maria Bauer ein? Was verbindet Sie mit ihr?
Karin Eckhold:
Also Evchen habe ich heiß und innig geliebt- wir waren ja befreundet lange bevor wir gedreht haben. An Evchen habe ich immer ihren trockenen Humor geliebt. Als wir nach Mainau flogen um zum drehen das Revival, da hat sie immer nur geschrien auf´m Flughafen: „Ohne Dich  würde ich mich hier nicht zurrecht finden- ich würde überhaupt nichts finden“, das war so süß. Wir kannten uns ja ewig. Wir hab´n  in der Pause mit Jochen Schroeder, Michael Kausch und Evchen immer Witze erzählt. Hat Spaß gebracht!

10. Welchen Hobbies gehen Sie nach? Was machen Sie gerne, wenn Sie  freie Zeit für sich haben?
Karin Eckhold:
Ich geh ins Fitnessstudio, ich bin im Englischkursus, ich bin in einem Computer-Club, weil mir das ganze Spaß macht und ich reise viel mit meinem Mann.
Tanja: Gibt es irgendwelche Lieblingsorte?
Karin Eckhold
: Das weiß ich noch nicht, weil ich entdecke dieses Jahr einiges Neues.
Tanja: Das klären wir dann beim nächsten Mal!

11. Was ist Ihr Lieblingsplatz in Hamburg? Wenn es das gibt?
Karin Eckhold: Meine Wohnung! Ich liebe Hamburg so wie es ist- ich liebe alle Plätze. Ich bin Hamburgerin (in der 5.Generation).

12. Was halten Sie von  unserem Fanclub?
Karin Eckhold: Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die das aufrecht erhalten. Das Gedenken an die Schwarzwaldklinik und die sich so viel Mühe machen. Das macht mir einfach Spaß und rührt mich.

13. Möchten Sie Ihren Fans eine kleine Nachricht überbringen? Z.B. Volker Brandt (erläutert was er gesagt hat) oder Andrea A´Lorronge (erläutert was sie gesagt hat)
Karin Eckhold: Ich kann nur sagen- da kann ich mich meinem Kollegen Volker Brandt anschließen: Man wird alt, wenn man nicht vorher stirbt, und das das biologische Alter ein anderes ist, als das was man ausstrahlt, wenn man jung bleibt- wenn man von innen jung bleibt. Von außen jung bleiben macht keinen Sinn, aber von innen jung bleiben, das ist es und dann wird man nach außen auch schön bleiben.
Tanja: Vielleicht noch Grüsse? (Zitat von Michael Kausch: ‚Grüße tun nicht weh‘)
Karin Eckhold: Ich sag: „Leute macht weiter“, ich grüsse euch ganz herzlich und wenn ich jemanden treffe, nehme ich ihn in den Arm.

 

Anmerkung Tanja:
Karin Eckhold war früher eine bemerkenswerte Opernsängerin, Musicaldarstellerin u.a. in "My Fair Lady" und Komikerin.Seit der SWK-Zeit gerät dies jedoch ziemlich in den Hintergrund- ist fast schon vergessen!
Wer einmal Lieder von ihr gehört hat, weiß was ich meine. Es war mir deshalb wichtig dies anzumerken.

Das Interview mit Karin Eckhold führte Fanclubleiterin Tanja Junginger.Das Interview wurde auf Tonband aufgezeichnet und so übernommen!

Liebe Karin, ich möchte Dir nochmals von Herzen "DANKE" für alles sagen
Im Namen des Fanclubs möchte ich Dir von Herzen für das Interview bedanken, dass Du Dir die Zeit hierfür genommen hast!

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