Michael Kausch: Ich habe mich, wie man wohl bemerkt hat etwas zurückgezogen, weil jetzt im Moment eigentlich meine Frau dran ist mit Karriere. Sie hat sehr viel zu arbeiten, sehr viel zu tun und ich nehme mir eben die Zeit um sie in ihrer Karriere möglichst zu unterstützen. Und bin als Hausmann tätig, aber natürlich kann ich es nicht ganz lassen ab und zu auch mal was für meinen Beruf zu tun.
Und ich treib mich ziemlich viel auf allen möglichen Festivals herum auch, was sehr interessant ist. Gelegentlich dreh ich auch den ein oder anderen Film, jetzt gerade ist ja eine Folge von Soko Köln gelaufen und dann habe ich vor kurzem einen Film gemacht mit einem jungen Regisseur Huan Vu: Einen "Mystery-Thriller" - meinen ersten "Mystery-Thriller" in meiner Karriere. Das ist ganz interessant, weil der in der Vermarktung ganz eigenwillige Wege geht, weil er diesen Film erstmals nur im Internet vermarkten will. Es wird nicht im Fernsehen gezeigt und wird natürlich auch auf allen möglichen Festivals damit gehen, aber vor allen Dingen wird es im Internet vermarktet und da bin ich sehr gespannt darauf ob seine Rechnung da aufgeht, was sich eben dann auf die Gage niederschlägt.
Der Mystery-Thriller heisst: "Die Farbe"
Weitere Informationen, so wie einen Trailer hierzu findet ihr hier auf der Seite:
http://www.die-farbe.com/main.html
Sonst in nächster Zeit sind keine konkreten Projekte anstehend.
2. Welche Erinnerungen haben Sie an die Dreharbeiten zur Schwarzwaldklinik?
Michael Kausch: Gute! Eigentlich nur Gute!
Das habe ich eben schon gesagt, dass habe ich immer empfunden als Urlaub gewissermssen, weil der Hans Jürgen Tögel eben das alles erstmals sehr locker angegangen ist. Sehr freundliche Atmosphäre da am Set hergestellt hat, aber trotzdem eben auch sehr intensive Arbeit dann möglich war. Und er hat dann auch alle Beteiligten, also auch die Setdekoratoren, Requisite, Bühnenbildner, Licht usw. hat er alle sehr motiviert und alle haben sehr intensiv gearbeitet auch mit Spass!
3. Was waren für Sie die schönsten Szenen, an die Sie sich gerne zurück erinnern?
Michael Kausch: Och da fällt mir spontan vor allem Dingen eine Szene mit dem Jochen Schroeder ein - mit dem habe ich sehr gerne zusammen gearbeitet und wir hatten dann auch einige Szenen zusammen damals, selbst gestaltet und auch mitgeschrieben. An eine Szene erinnere ich mich immer besonders gern, wo wir auf dem Klinikflur rumgetobt haben mit dem „Fever“ und uns Oberschwester Hildegard zur Ordnung rief (Anmerkung Tanja: Szene wo die beiden auf dem Flur getanzt haben und plötzlich OS Hildegard im Flur stand und letztendlich tanzte sie am Ende selber im Klinikflur)
4. Was fällt Ihnen spontan zu Eva Maria Bauer ein (Oberschwester Hildegard)? Diese Szenen waren ja nicht von Herzlichkeit in der Serie geprägt……..
Michael Kausch: Nein, nein aber in der Arbeit und sonst als Kollegin war sie wirklich unvergleichlich und ich hab sie wirklich sehr geliebt und bin froh, dass ich auch sie ausserhalb der Schwarzwaldklinik ein paar Mal auf anderen Drehs getroffen habe. Sie war mir wirklich mit Abstand die liebste Kollegin (Z.B. bei „Hallo Onkel Doc“)
Tanja: Von ihr sagt man ja dass sie so ein herzlicher und warmer Mensch gewesen sei.
Kausch: Das war sie ja ohne Frage!
5. Was fällt Ihnen spontan zu Klausjürgen Wussow ein? Gibt es eine Szene an die Sie sich gerne zurück erinnern?
Michael Kausch: An Szenen kann ich mich ehrlich gesagt ziemlich wenig erinnern, weil meistens bestanden die Szenen mit Klausjürgen Wussow darin, dass ich beim Patienten am Bett stand und zu Beginn der Szene gleich der Professor Brinkmann eintrat und ich dann den Raum verließ. Das waren die Drehtage die ich besonders geschätzt habe (lacht) weil wirklich teilweise sich der Drehtag auf all solche Szenen beschränkt haben.
Tanja: Und wenn Sie sich als Mensch an Klausjürgen Wussow erinnern, was fällt Ihnen dazu spontan ein?
Michael Kausch: Also, er war mir nicht besonders nah, er war freundlich und hat mir nie etwas getan. Ich wüsste jetzt nichts Besonderes dazu zu sagen. Man trifft halt sehr viele Kollegen….
Tanja: Und mit manchen ist man sich eben näher und mit manchen weniger……
Kausch: Ich bin halt auch jemand, der nicht allzu leicht dann die Nähe sucht- jetzt auch zu anderen. Gelegentlich schon wie z.B. zu Eva Maria Bauer, sie war jemand den ich auf Anhieb mochte.
6. Was hat Ihnen an Ihrer Rolle als Dr. Engel gefallen? Oder waren Sie sehr angetan von der Rolle als Sie diese bekommen haben? Es waren ja einige nette Szenen dabei, z.B. mit Schwester Ina und dem ferngesteuerten Auto…..
Michael Kausch: Es waren einige nette Szenen grad mit Schwester Ina zusammen und waren ganz komische Sachen dabei und auch wenn Dr. Engel die Maus operieren muss (Gelächter).Ich mochte den gern! Es war keine sehr tiefgehende Figur- eine der Rollen die ich eher so weggespielt und gerne gespielt habe.
7. Wie sind Sie zu dieser Rolle gekommen? Ist Herr Rademann auf Sie zugekommen?
Michael Kausch: Das war glaub ich, als ich gerade angefangen habe mit „Liebling Kreuzberg“
Tanja: War das auch in dieser Zeit?
Michael Kausch: Ja, ja und da wurde er wohl auf mich aufmerksam und hat mich dann engagiert. Rademann mochte ich auch immer sehr. Ich versuche auch möglichst immer Kontakt zu halten mit ihm. Hab`s aber bisher noch nicht geschafft in „Traumschiff“ zum Beispiel in seinen Produktionen unter zu kommen, weil er eben auch ganz knallhart geschäftlich da vor geht und denkt.
Aber was ich ganz grossartig fand, dass er zu den Schauspielern die er beschäftigt hat, hat er ein unglaublich warmes Verhältnis und er tut alles dafür, dass sie sich wohl fühlen.
Da ist er auch mit Hans Jürgen Tögel eben ein gutes Team.
8. Werden Sie noch auf Ihre damalige Rolle als Dr. Engel angesprochen?
Michael Kausch: Gelegentlich, eher auf „Liebling Kreuzberg“.
Tanja: Welche Rollen hatten Sie da?
Michael Kausch: „Giselmund Arnold“, der Kompanion vom Liebling
Das war auch die Rolle mit der ich noch bisschen populärer geworden bin, weil sie war einfach differenzierter und man konnte auch mehr daraus machen. Die Rolle war tiefer gehend.
9. Haben Sie noch Kontakt zu Schauspielern aus der damalige Zeit?
Michael Kausch: Nein! Nö also ich weiss gar nicht wann ich Jochen Schroeder das letzte Mal gesehen habe. In den letzten 3 Jahren kann ich mich nicht erinnern, dass da ein Kontakt war.
10. Welchen Hobbies gehen Sie in Ihrer Freizeit nach?
Michael Kausch: Oh ich schreibe sehr viel und ich wandere sehr gerne und spiele Badminton. Dazu bin ich gekommen durch meine Frau, die Chinesin ist und sehr leidenschaftlich Badminton spielt.
11. Kennen Sie unsere Fanclubseite? Wenn ja, was halten Sie von unserem Fanclub?
Michael Kausch: Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nicht reingeschaut, obwohl ich ja jetzt schon seit längerer Zeit E-Mail mässig verkehr, aber ich habe noch nicht reingeschaut- aber ich werds tun.
Tanja: Ich schick Ihnen den Link zu!
Michael Kausch: Genau, ja!
12. Möchten Sie Ihren Fans eine kleine Nachricht überbringen? Oder haben Sie irgend eine kleine Botschaft an Sie?
Michael Kausch: Tjach………..
Tanja: Z.B. Andrea L“Arronge hat geantwortet, dass die Fans bei Autogrammwünschen bitte selbstklebende Briefumschläge mitschicken sollen……..
Michael Kausch: Dem könnte ich mich anschliessen
Nein jetzt so an Wünschen an meine Fans hätte ich eigentlich keine. Ich bin erstaunt, dass ich eben doch noch nicht gänzlich aus den Köpfen der Zuschauer verschwunden bin und geniess das auch.
Tanja: Oder vielleicht Grüsse an die Fans……
Michael Kausch: Ja „Grüsse auf jeden Fall- Grüsse tun nie weh! Mir fällt jetzt keine besondere Message ein.
Tanja: Volker Brandt hat mal bei dieser Frage gesagt: Liebe Fans habt keine Angst vor dem Älter werden und es ist schön und alles………
Michael Kausch: Ja angesichts der Tatsache, dass ich gerade 60 geworden bin ist das schon eine Sache die vielleicht nicht ganz uninteressant ist. Also die Angst vor dem
Älter werden ist völlig unbegründet - wirklich als bereichernd. Ich möchte nicht nochmals 20 sein. Übrigens Volker Brandt ist der Kollege den ich zuletzt getroffen habe. Das ist jetzt auch schon wieder 2 Jahre her. Da habe ich für eine Theatertournee in Köln geprobt und da spielte er gerade auch in Köln. Ich weiss gar nicht mehr, was er gespielt hat.
13. Haben Sie früher auch Theater gespielt?
Michael Kausch: Gelegentlich schon. Das letzte wo ich Theater gespielt habe war (eine Theatertournee) „Siegertypen“ Ich muss auch sagen, dass ich nicht unbedingt für´s Theater brenne und schon lieber Filme mache, was ich über lange Jahre hauptsächlich gemacht habe. Und jetzt einen schönen Film zu drehen fänd ich sehr schön.
Tanja: Haben Sie vielleicht bei Soko wieder die Möglichkeit mitzuspielen?
Michael Kausch: Also so Folgen, das kommt immer ganz überraschend und kurzfristig und so diese kleine Episodenrollen sind eigentlich ganz ergiebig und machen auf Anhieb mehr Spass – als lange Sachen bei denen man sich sehr reinknien und beschäftigen muss.
Das Interview mit Michael Kausch führte Fanclubleiterin Tanja Junginger.Das Interview wurde auf Tonband aufgezeichnet und so übernommen!
Lieber Herr Kausch, ich möchte mich nochmals herzlich für Ihre Zeit, Ihre Offenheit, unser nettes Treffen und für das ausführliche Gespräch/ Interview mit Ihnen bedanken.Es hat mir sehr grosse Freude bereitet! Auf bald.