Die besondere, gelungene Schwarzwaldklinik-Mottoparty!!!
Nachdem mein 30.Geburtstag vor der Türe stand und ich eine besondere Party machen wollte, lag das Motto ja quasi auf der Hand. Durch die „neu“ entstandene Homepage (in die ich sehr viel Zeit investierte) und die intensive Unterschriftenaktion wäre ein anderes Motto ja überhaupt nicht in Frage gekommen.
Meine Freunde und Mitbewohnerinnen, die mittlerweile mein Hobby akzeptiert haben, auch wenn sie es nicht ganz nachvollziehen können, waren absolut nicht überrascht. Alles andere hätte sie wohl sehr gewundert….
Doch die Auswirkungen wurden vielen erst wirklich bewusst, als sie das Haus betraten. Die Tür wurde nicht von Tanja geöffnet, sondern von „Oberschwester Hildegard“ und das Meislein stand dicht hinter mir und wartete schon auf ihren Professor.
Oberschwester Hildegard macht Hausbesuche:
Die Vorbereitungen liefen in vollen Touren, doch dann stellten wir fest, dass unsere Stecknadeln für die Namensschilder nicht reichen .Was tut also die plichtbewußte Oberschwester, damit sie ihrem Motto: „Ordnung und Disziplin muss sein“ treu bleibt?
Sie stampfte mit ihrer Schwestertracht aus dem Haus zur Nachbarin, um nach weiteren Stecknadel zu fragen…Tjach, da kam mir auch gleich schon ein Spaziergänger mit Hund vorbei, der mich völlig entsetzt und verdutzt ansah, als käme ich von einem anderen Stern. Ich grüßte freundlich im Ton der Oberschwester und klingelte bei meiner Nachbarin.
Meine Nachbarin schaut immer erst aus dem Fenster, bevor sie die Türe aufmacht, so auch an diesem Abend. Sie stand wie angewurzelt an dem Fenster und schaute mich verdattert an…Erst als ich sagte, dass ich es bin und sie mich an der Stimme erkannte, kam sie lachend an die Türe und beäugte mich erstmal, denn so etwas sieht Nachbarin nicht alle Tage. Es dauerte wieder einige Zeit, bis ich sie nach den Stecknadeln fragen konnte. Ein gemeinsames Foto blieb nicht aus, wenn die Oberschwester schon mal Hausbesuche macht. Mit den Stecknadeln wackelte ich wieder zurück ins Haus.
Wie ihr ja auf den Fotos sehen könnt, war die Party ein absolutes Erlebnis, für alle beteiligten und die die nicht kommen konnten, haben wahrlich etwas verpasst.
Als es dann endlich zwölf schlug und ich meine Geschenke auspackte, bekam ich von Meislein eine LP „My fair Lady“. Ich freute mich riesig darüber, weil Oberschwester Hildegard Meislein gerne singen hört. Es war erstmals Stille im Raum und ich konnte deutlich an den Gesichtern der anderen sehen, dass sie etwas verdutzt waren, wieso ich plötzlich auch noch Operettenmusik höre. Ich kam ziemlich schnell in Erklärungszwang, dass Karin Eckhold in diesem Musical singt und sie ja in der SWK das Meislein spielte. Dann war es den anderen dann klar, warum ich diese Platte bekam.
Es wurde noch bis spät in die Nacht im Schwesterzimmer gefeiert und am nächsten Tag in aller früh, ging es dann los ins Glottertal, zu Familie Schill, wo ordentlich weitergefeiert wurde. Der Abend klingten einige mit mir an der Klinik aus. Es war ein wunderschöner, lauer Sommertag, die Sonne ging unter, die Grillen zirpten und die Fledermäuse flogen um die Klinik, die langsam in der Dunkelheit verschwand. Unvergessliche Momente, die man nur einmal im Leben erlebt, genauso wie eine so gelungene Mottoparty zu meinem 30.Geburtstag.Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Freunden bedanken, die meine „Verrücktheiten“ tapfer mitmachen und Danke für einen so wunderschönen Geburtstag, der noch lange nachwirkt.
Eure Tanja (Oberschwester Hildegard)