Barbara Rudnik wurde am letzten Freitag den 29.05.2009 auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt: So tief wie Barbara Rudnik die Menschen berührte, so bewegend war ihre Beisetzung

Am letzten Freitag nahmen Angehörige, Freunde, Weggefährten und Kollegen/innen auf dem Münchner Nordfriedhof Abschied von Barbara Rudnik - einem wundervollen, bewundernswerten und tapferen Menschen, der viel zu früh von dieser Erde gehen musste.

Die Sonne schien und die Aussegnungshalle glänzte in einer schönen Pracht, genauso wie Barbara Rudnik- die bis zuletzt ihr Lächeln nicht verlor und es jedem schenkte der ihr begegnete.
Ab 10 Uhr kamen nach und nach die rund 150 geladenen Gäste um Abschied von Barbara Rudnik zu nehmen.
Mit ihr ging ein bewundernswerter Mensch mit Tiefgang, der sich nie von dem oberflächlichen Glamourleben blenden ließ. Ein Skatabend, ein gutes Essen oder ein Sonnenuntergang in ihrem Ferienhaus am  Starnberger See waren ihr  lieber als die oberflächlichen Promipartys.

Um 10.30 Uhr fand die Trauerfeier in der Aussegnungshalle statt. Dutzende Fans standen vor der Kirche (am Ausgang zum Friedhof) um Abschied zu nehmen.

Musikalisch begleitet wurde die Trauerfeier von den Ersten Bayerischen Filmfonikern - einem Orchester aus Hobby-Musikern der Film- und Fernsehbranche, dem auch Rudnik bis fast zuletzt angehörte. Barbara Rudnik hat sich Melodien aus dem Film "Alles auf Zucker!" gewünscht: "Als du fortgingst" und "Es kommt so oder so". Sie klingen trauriger wie sie sind. Die gesamte Filmmelodie besteht aus fröhlichen, augenzwinkernden und lebendigen Songs, so wie Rudnik bis zuletzt lebte. Immer wieder ertönten diese Klänge von der  Aussegnungshalle, welches einem den Atem stehen lies. Diese Lieder rührten alle zu Tränen.
„Der Gedanke, dass Barbara in diesem Sarg liegt, während wir daneben sitzen und ihr Lieblingsstück spielen, zerreißt mich schier“, sagt Steffen Kuchenreuther. Zwei Jahre lang spielte der SPIO-Chef Seite an Seite mit der schönen Schauspielerin Akkordeon. Mit 30 Musikern der Ersten FilmFoniker gab er ihr am Freitag das letzte Geleit (Quelle:TZ München).

Gegen 11.40 Uhr gingen die Tore der Aussegnungshalle auf und als der mit weißen und rosaroten Pfingstrosen geschmückte weiße Sarg heraus getragen wird stehen die treuen Fans und wie immer die Presse Spalier. Zusammen mit all den geladenen Gästen geht der letzte Weg von Barbara Rudnik über den Friedhof zur Grabreihe 135.

Es war nichts abgesperrt, so dass die treuen Fans gemeinsam mit den geladenen Gästen an dem Trauerzug und an der Grabbeisetzung dabei sein durften. Die Presse bekam ihren Platz links vom Grab und ich hatte einen der besten Plätze, so dass ich die Gelegenheit hatte die Rede und alles mitzuerleben, worüber ich sehr dankbar war, da ich ja in erster Linie vor Ort war um „Abschied“ zu nehmen. (Hier gilt mein grosser Dank an die Angehörigen, dass sie niemanden ausgeschlossen haben)
Eine schwarz gekleidete Musikerin stand mit ihrem Akkordeon links neben dem offenen Grab und begleitete die Beisetzung  mit Liedern aus dem Film „Alles auf Zucker“. Sie spielte noch eine gute dreiviertel Stunde für die Fans die nach und nach am offenen Grab verabschiedeten (nachdem die Angehörigen und die geladenen Gäste gegen 13 Uhr alle fort waren).Man spürte, das es ihr sichtlich schwer fiel, sie aus ganzem Herzen diese Stücke spielte- und somit Barbara Rudnik die letzte Ehre gab. Gegen 14 Uhr wurde das Grab zugemacht und die vielen Blumen und Kränze liebevoll auf das Grab gelegt.
Am Starnberger See hatte Barbara Rudnik bis zwei Tage vor ihrem Tod eine glückliche Zeit verbracht. Sie liebte die Natur, ihren Garten, das Wasser, die Bäume – Jetzt hat sie ein wunderschönes Plätzchen unter einer grossen Linde umgeben von einem Meer aus bunten Blumen- so bunt wie sie bis zuletzt lebte.

Weggefährten/Kollegen/ Freunde die Barbara Rudnik auf ihren letzten Weg begleitet haben:
Mutter Margot Rudnik mit den Schwestern Doris und Beate, Regisseur Bernd Eichinger mit Ehefrau Katja, Gerd Silberbauer, Florian Karlheim, Heio von Stetten, Hannelore Elsner mit einer roten Rose, Regisseurin Heidi Kranz, Gastronom Karl Ederer (Ex-Freund), Michaela May mit einem bunten Blumenstrauß, Michael Mendl, Michael Brandner, Natja Brunckhorst, Sophie von Kessel, Filmproduzent Steffen Kuchenreuther mit Soo Leng, Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl, Helmut Markwort, Chefredakteur des Magazins Focus und seine Lebensgefährtin Patricia Riekel, Chefredakteurin der Zeitschrift “Bunte„,Lara Joy Körner und Ehemann, Uschi Glas, Christian Seidl.

Mit Barbara Rudnik ging ein bewundernswerter, aussergewöhnlicher Mensch, der uns mit seinem Mut, seiner Tapferkeit, seiner Offenheit, seinem Lächeln, seiner Stärke zeigte, dass man nie den Mut verlieren soll für etwas zu kämpfen.
Barbara Wussow´s
Worte in Das Neue: "Dein Mut lebt in uns weiter. Du sollst immer ein Vorbild sein, damit wir nie die Stärke verlieren, zu kämpfen."

Barbara Rudnik wird in den Herzen der Menschen weiterleben- sie hat unendlich viele Menschen berührt und bereichert.
„Erinnerungen die unser Herz berühren gehen niemals verloren“

In großer Zuneigung, Respekt, Hochachtung und Dankbarkeit verneige ich mich vor Barbara Rudnik und wünsche ihr dort wo sie jetzt ist alles Liebe.
Adieu!

Anmerkung:
Leider gibt es immer wieder Kollegen/innen die sich nicht gerade von ihrer besten Seiten zeigen und Respekt ein Fremdwort ist. Ich möchte auch mal anmerken lassen, dass es nicht selbstverständlich war, das Presse, so wie Fans an dieser Grabbeisetzung dabei sein durften. Es war nichts abgesperrt und die Presse bekam einen extra Platz zugewiesen- direkt an dem offenen Grab. Bei anderen Beerdigungen ist oft weiträumig abgesperrt.
Auch wenn es um das beste Foto geht sollte der „Respekt und die Achtung“ vor dem verstorbenen Menschen und den Angehörigen „oberste Priorität“ haben. Das bedeute auch, dass man in bestimmten Situationen nicht wie wild fotografiert, etwas sensibler sich verhält,  die Angehörigen in Ruhe trauern lässt, statt sie mit dem Geblitze zu belästigen oder sich gar mit den Sicherheitsbeamten anzulegen, um weiter nach vorne zu kommen.
Letztendlich braucht man sich nicht wundern, wenn die Presse ihren Ruf abbekommt und irgendwann nicht mehr zugelassen wird. Traurig aber wahr, was ich mitbekommen habe.
Das musste einfach auch mal angemerkt werden, dass man sich bei solchen Anlässen „respektvoller“ verhalten sollte!

Tanja Junginger, 30.05.2009

Um zur den Fotos der bewegenden Trauerfeier zu gelangen bitte auf den oberen Link klicken

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