Dieses Interview unterliegt dem Copyright von„Tanja Junginger“, so wie "Sascha Wussow"!
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1. Sascha, wie war das für Dich dieses Buch zu schreiben? Welche Gefühle hattest Du dabei?
Sascha Wussow: Das war ein Rückschritt natürlich in eine Zeit, die man schon so ein bisschen beiseite gestellt hat - nicht im negativen, sondern versucht zu verarbeiten. Das war so etwas wie mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Man ist wieder zurück gekehrt, vor allem in eine Zeit zurückgekehrt, in der es sehr, sehr viel schönes - sehr schön war. Deshalb wird das, glaub ich, das kann man auch erst im Nachhinein sagen, sehr viel bringen, was eine Verarbeitung betrifft.
Tanja: Also kannst du schon sagen, dass Du jetzt einiges verarbeitet hast? Alles wird man ja nie ganz verarbeiten……….
Sascha Wussow: Alles wird man nie verarbeiten können, aber wir haben die Eltern mal von einem ganz anderen Blickwinkel auch gesehen. Man hat sich ein bisschen gescheut ganz da rein zugehen, weil wir viele Briefe, viele Zettel und viele, viele Fotos gefunden haben. Ganz doof gesagt: „Das reicht ihnen zur Ehre“.
Das ist der Sockel, den die beiden noch gebraucht haben - sie konnten es zeitlebens nicht selber machen, eine Biographie - also machen die beiden Kinder das.
2. Gab es irgendein ganz besonderes Erlebnis beim Schreiben dieses Buches?
Sascha Wussow: Ich habe einen Kaffee-Schock gehabt. Wir waren wirklich nächtelang unterwegs also zu Hause, entweder bei Barbara oder mir, und haben Briefe gelesen, Bilder sortiert und angeschaut. Das genommen und wieder verworfen und irgendwie versucht das alles zusammen zu klamüsern. Wir haben manchmal sehr gelacht und manchmal reichlich Tränen verdrückt, aber manchmal mussten wir einfach nur sehr viel lachen, weil wir jetzt ein bisschen sehr viel besser unsere Eltern verstehen.
Man kann nichts machen in diesem merkwürdigen Wirrwarr das Leben heißt. Das Leben ist so, wir haben das einfach bekommen und können nichts tun. Ist so passiert.
3. Aus welchem Anlass /Ziel hast du dieses Buch geschrieben, bzw. welchen Erfolg versprichst du Dir davon?
Sascha Wussow: Na das ist der erste Punkt schon, dass noch niemand das über sie geschrieben hat oder beide zu Lebzeiten nicht.
Tanja: Das ist ja auch oft untergegangen - Bezug zu den ganzen Zeitungsartikeln
Sascha Wussow: Genau! Oft waren Menschen dort von Verlagen, die das über sie auch schreiben wollten. Aber da war entweder keine Zeit, oder sie wollten nicht, oder sie waren so genervt davon, dass sie mich dann an einen Schreiber oder Verlag hinsetze - wochenlang.
Das war der erste Punkt, dass es das überhaupt jetzt gibt.
Der zweite Punkt war natürlich der Zeitpunkt, wo wir gesagt haben: ‚Wir können es irgendwann machen‘, aber „Moment“ der Vater wird 80. und ich sag‘ er wird und nicht würde. Ich sag er „wird“, denn da ist er ja!
Deshalb ist es auch der beste Zeitpunkt es jetzt zu tun und gerade deshalb mussten wir gerade verdammt viel arbeiten daran, weil der Termin dann immer knapper wurde.
Tanja: Natürlich lädt das auch wieder ein, wie man sieht, dass über euch „negatives“ geschrieben wird.
Sascha Wussow: Das ist mir so egal! Weil im Moment, wie man heute wieder gesehen hat - das was er geschaffen hat da - die Kinderkrebsnachsorgeklinik - wir haben ein durchwegs positives Buch geschrieben - was auch so war.
Wir haben nicht gelogen, warum sollten wir überhaupt - es sollte keine Abrechnung sein, weil es keine gab.
Und was da irgendjemand dann noch schreiben sollte - der soll sich das Buch besorgen, lesen und dann sollen sie für immer schweigen. Dann sollen sie Ruhe geben. Es ist alles, alles erzählt! Die letzten 20 Jahre wurde genüg „Müll“ in den Zeitungen geschrieben, aber man nie das Leben davor gewusst, dass das zwei tolle Menschen sind und waren.
Jetzt in Zeiten wie dieser, wo sogar die Schweinepest regiert, ist es vollkommen nebulos jetzt irgendwie da wieder nachzustoßen von anderen Zeitungen, oder irgendetwas zu finden. Es gibt nichts mehr zu finden! Es gibt nichts mehr!
Die haben uns Wussow‘s – Krottendorff‘s „aufgeplatterlt“ wie man in Wien sagt, bloß gemacht unser ganzes Leben lang!
Das ist das letzte Kapitel - es gibt nichts mehr zu sagen darüber!!!!
4.Welche aktuellen Projekte/ Dreharbeiten stehen in naher Zukunft bei Dir an?
Oder was liegt zurück?
Sascha Wussow: Ich habe z.B. mein 5.oder 6. Hörbuch ,das weiß ich jetzt nicht ganz genau, gemacht für den Nicolas Sparks. Das ist die Nr.1 amerikanische Bestseller, mit dem war ich auf Tour - das war das eine. Dann war ich eben in China, in Japan, in Taiwan und in Hong Kong - da habe ich auch gelesen - auf dem einzigen 6-Sterne-Schiff dieser Welt (MS Europa).
Was habe ich dann noch gemacht? - Ich habe einiges gemacht………
Ach ja, dann habe ich dieses Buch geschrieben, was einige Zeit gebraucht hat.
Dann zwei große Ausstellungen vorbereiten.
Das was ich weiß ist, daß ich im Herbst einen Film dreh‘, der mit Hellseherei zu tun hat. Das nächste, was ich weiß ist, dass ich Ende diesen Jahres „Don Juan von Mollerie“ spiele und zwar in der Schweiz. Da spiele ich endlich mal wieder großes Theater, was mich auch sehr freut.
Und in der Zwischenzeit waren meine beiden Assistentinnen hier und haben gesagt, es gibt sehr viele Anfragen, die jetzt alle kommen - darauf freue ich mich. Sonst weiß ich eigentlich noch nichts.
Vielleicht wird ja die Schwarzwaldklinik weiter gedreht!
Tanja: Wir kämpfen, wir haben schon 20 000 Unterschriften und geben nicht auf (kurzer Stand der Aktion erzählt - was bisher geschah)
Sascha Wussow: Das ist absolut richtig so! Ja, warum nicht, bei anderen Serien geht das ja auch, wie bei Landarzt, Bergdoktor usw.
Dann könnte das ZDF oder irgendjemand das ruhig weiterführen. Das wäre nicht schlecht! Tanja: Wir bleiben auf jeden Fall dran und halten Dich auf dem Laufenden!
Sascha Wussow: Unbedingt!
(nur ein kurzer Auszug dieser Diskussion zwischen uns- das wäre sonst zu lange)
5. Möchtest du Deinen Fans noch etwas sagen?
Sascha Wussow: Ganz, ganz liebe Grüße! Ich freu‘ mich sehr und ich hoffe, dass ich da am 27.6. 2009 (unser 3. Fantreffen) Zeit habe, wenn ich nicht drehe.
Das ist ein bisschen ein zweischneidiges Schwert: Ich hoffe das ich drehe - ich hoffe das ich Zeit habe zu kommen!
Wir werden sehn ………….
Tanja: Vielen Dank für das ausführliche Interview.
Sascha Wussow: Gerne.
Das Interview mit Sascha Wussow führte Fanclubleiterin Tanja Junginger.Das Interview wurde auf Tonband aufgezeichnet und so übernommen!
Lieber Sascha, ich möchte mich nochmals herzlich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit für das ausführliche, erfrischende und nette Interview genommen hast, trotz der knapp bemessenen Zeit in Berlin. Herzlichen Dank für die nette Begegnung mit Dir!